* zum mitlesen und downloaden

“Verfolgt man die Bewegungen der Individuen durch Raum und Zeit, so kann man feststellen, dass sie die individuellen Wege verschiedener Menschen kreuzen, weil sie sich an sogenannten “Stationen” (Giddens 1992: 164) treffen. Damit sind Raum-Zeit-Orte gemeint, an denen es zu Begegnungen kommt und wo soziale Ereignisse stattfinden können. Diese von Giddens auch Haltestellen (Giddens 1992: 171) genannten Orte fungieren als Mobilitätsunterbrecher, an denen die Bewegung der Individuen durch ihren Alltag bzw. ihr Leben für eine gewisse Dauer zum Stillstand kommt.
Solche Haltestellen, bzw. Stationen, die er zusätzlich auch noch als “Kontext” (Giddens 1992: 123) bezeichnet, stellen “Raum-Zeit-Segmente” bzw.”Raum-Zeit Ausschnitte (ebd.) dar, in denen sich Interaktionen bündeln und zentrieren. Darunter kann man sich konkret etwa Wohnungen, Strassen und Arbeitsplätze ebenso wie Bahnhöfe, Kneipen oder Spielplätze vorstellen.”
aus Markus Schroer, 3.4. Raum und die Konstitution moderner Gesellschaften – Anthony Giddens
Ausgewählte Texte (download soon)
1. Zusammenfassung
Die wichtigsten Planungsgrundsätze für die Stadt von morgen
2. Stadt und Boden
Was muss gemacht werden, um aus den Städten von heute die Städte von morgen zu machen?
3. Ansprache des Bundeskanzlers Konrad Adenauer
4. Ansprache des regierenden Bürgermeisters Otto Suhr
5. Einführung – Utopischer Ort Berlin (Teil 1)
Ein Beitrag der Technischen Universität Berlin zur Internationalen Bauausstellung Berlin Berichtsjahr 1984
6. Einführung – Utopischer Ort Berlin
Ein Beitrag der Technischen Universität Berlin zur Internationalen Bauausstellung Berlin Berichtsjahr 1984 (Teil 2)
mitdenken — einsortiert am 13.02.07 von montsey
Textrecherche

Der amtliche Katalog der internationalen Bauausstellung Berlin 1957 umfasst neben der Beschreibung der einzelnen Gebäude und ihrer über 40 Architekten ausführliche Schilderungen zum theoretischen Diskurs und dessen Ziele/Visionen.
Beginnend mit den Grussworten des ehemaligen Bundespräsidenten und Bürgermeisters beinhaltet dieser Katalog ausführlich formulierte Vorstellungen wie das Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben nach der “Kasernenstadt” revolutioniert werden soll. Der Grossteil der von mir ausgewählten Texte, wurde in diesem Katalog veröffentlicht.
Ein weiteres Buch, was mich inspirierte und die Entwicklung über den Diskurs des Wohnens fortführt, ist die Ausgabe – Die Zukunft der Metropolen: Utopischer Ort Berlin
Historische Topografie (hrsg. im Auftrag d. Präsidenten d. Tech. Univ. Berlin von Karl Schwarz)”

Die Einführung dieses Buch beginnt mit einem Kapitel, das die drei verschiedenen Arten des Erinnerns thematisiert – die Euphorische, die Nostalgische und das Erinnern aus Überlebensnotwendigkeit. Die Art des Erinnerns gibt zu verstehen wie Raum und Architektur, ob geschlossen oder transparent, Zeitspuren an Orten hinterlässt und aus welcher Notwendigkeit das Erinnern provoziert wird.
Die Erinnerung wird interpretiert, um Fragen bezüglich der Gegenwart aufzuwerfen und sie wird vor allem versuchen Antworten zu geben, die die Botschaften der Siege und der Niederlagen der Vergangenheit miteinander vermitteln.
”...sich Erinnern aus Überlebensnotwendigkeit, zur Vergewisserung der eigenen Identität und damit zur Vergewisserung dessen, was getan werden muss. Rückwärtsblicken in Vergegenwärtigung des Weges, den man gekommen ist. Das Individuum, dasmit dem Rücken zur Wand steht gibt sich entweder auf oder es versucht – mit äusserster Kälte und Unerbittlichkeit gegen sich selbst, einen Begriff davon zu gewinnen, wer und was es eigentlich ist.”
mitdenken — einsortiert am 13.02.07 von montsey
das Hansaviertel - lebendiges Erbe, lebendiges Denkmal
Die internationale Bauausstellung Berlin 1957
*50 Jahre später, Reste eines Manifests

Die Internationale Bauausstellung (IBA) sollte mit neuen Ideen und Projekten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich Impulse setzen für den städtebaulichen bzw. landschaftlichen Wandel.
In Berlin fand dazu 1957 die Interbau mit dem Schwerpunkt „Wiederaufbau des Hansaviertels“ statt.

Das Hansaviertel erstreckt sich nach Süden und Osten bis zum Tiergarten (bzw. zum Park des Schlosses Bellevue), nach Westen und Norden bis zur Spree und wurde überregional bekannt durch die Interbau – eine Demonstration moderner Stadtplanung und Architektur jener Zeit.
mitdenken — einsortiert am 2.02.07 von montsey
O(h)rganisiert #5[Einfall]
Die Gestaltung akustischer Umwelten im öffentlichen Raum *Ich sehe was, was du nicht siehst!

Zurück zum Ton!
Ganz zu Anfang unserer Überlegungen zum Thema “Design im öffentlichen Raum”, kamen wir schnell zu dem Entschluss, dass es sinnvoll ist mit etwas zu arbeiten, was bereits existiert.
Bei allem Überfluss an Akkustik(Lärm) und visuellen Spielereien, ist unser Anliegen das Gegenwärtige, alltäglich Erfahrbare poetisch zu untermalen, bzw. so zu verändern, dass der konventionelle Blick zu einem sich schärfenden, neugierig tastendem wird.
Der Anspruch dieses Ansatzes liegt darin, die Klangwelt der Stadt für den Einzelnen so zu subjektivieren, wie z.B. Jaques Tati die auditive Inszenierung in “Playtime” zur Wahrnehmungserweiterung von Räumen und Situationen beim Rezipienten im Kinosaal einsetzt.
“Wenn Bild und Ton nicht zur Deckung zu bringen sind, wird ein feststehendes Wahrnehmungssystem in Frage gestellt. Die logisch-kausale Beziehung zwischen den optischen und den akustischen Erscheinungen in der Welt ist fester Bestandteil der menschlichen Alltagswahrnehmung.” Zitat aus Sounddesign von Barbara Flückiger

Wir benötigen einen Chinchstecker, den wir an einem bewusst gewählten Ort in eine Wand integrieren und ein Richtmikrofon, was mit Diesem verbunden ist. Das Richtmikrofon ist so installiert, dass sich der Fokus der auditiven Wahrnehmung auf ein! Geräusch am jeweiligen Schauplatz konzentriert.
Der neugierige Passant ist nun eingeladen seinen Kopfhörer in die Buchse zu stecken, auf die ein überdimensionaler weisser Pfeil (richtungsweisendes, aufforderndes Symbol) hinweist.
Das erklingende Geräusch kann der Ventilator auf der gegenüberliegenden Strassenseite sein, das rhytmische Aufschwenken einer Tür oder das Geräusch einer Turmuhr, die im Stadtbild aus dieser Perspektive nicht primär wahrgenommen oder gar übersehen wird.
Durch diese Art der Fokusierung/ Beschränkung entsteht eine neue Charakterisierung von Schauplätzen und die ständige Präsenz der Umwelt als ununterbrochener akkustischer Datenstrom wird unterlaufen. Für das Gehör wird eine individuelle Form der Wahrnehmung simuliert und der Passant erfährt den Ort neu.
mitdenken [1] — einsortiert am 8.12.06 von montsey
Alle Jahre wieder #4[Einfall]

Die Stadt scheint in ihrer Unübersichtlichkeit unergründlich. Demjenigen, der durch ihre Strassen streift, flaniert, läuft, fährt… ist es nicht möglich alles an ihr und in ihr zu sehen. Theoretisch kann sich also alles in ihr verbergen. Man weiss es nicht. Durch ihre Dynamik verändert sie sich jeden Tag, ist eher temporärer, flüchtiger, veränderter Natur, denn statisch und von Dauer. Besonders so eine Stadt wie Berlin besitzt einen großen Möglichkeitsraum. Selbst der Ozean könnte sich in ihr befinden – eine geistige Ruheinsel inmitten der wogenden Stadt.
Die Stadt verbirgt uns ihre Geheimnisse und ihre Wunder, ihre Abgründe und Tiefen. Um diese unbekannten Dinge zu entbergen, ist es hilfreich eine Grenze zu überschreiten, z.B. eine Grenze in Gestalt einer Mauer. Davon gibt es einige in der Stadt, und ein Passant könnte zwar hören, befände sich etwas dahinter, sehen aber kann er es nicht; ein uneinsehbares Areal also, eine Fundgrube für phantastische Vorstellungen.
Die Installation nimmt diese Vorüberlegungen auf, und macht sie in Form eines Türspion sichtbar, ein Symbol des “Sehens”, der seiner inneren Natur nach schon das Sehen “durch” eine Grenze in sich trägt. Die undurchsichtige Wand wird somit durchsichtig, das Verborgene entborgen, ein Geheimnis hindurch-sichtbar.
Blickt der Betrachter durch den Spion, entbirgt sich ihm eine andere und doch vertraute Art der Bilder, der bewegten Bilder. In typischer Fisheye-Optik zeigt sich dem Auge eine Szene, ein Ozean… eigentlich etwas, das sich “logisch” gedacht nicht hinter dieser Mauer befinden kann, aber doch auf eine phantastische Art und Weise im Möglichkeitsraum existiert.
Auf die aktuelle Jahreszeit bezogen, und in einem spezifischen Raum gedacht – Advendtszeit, Berlin – wird ein urbaner Advendtskalender entwickelt, der aus 24 Variationen sehnsüchtiger, kontemplativer Motive besteht. Er wird zwischen zwei geschäftigen Plätzen, an besagter Wand verortet sein und pro Advendtstag ein wunderliches Motiv zeigen.
Da der Türspion sehr klein ist, läuft er Gefahr übersehen zu werden. Aber keine Angst, er muss nicht von jedem gesehen werden. damit er aber nun nicht von allen übersehen wird, befindet sich an ihm eine winzige smd-LED-Matrix, die den aktuellen Kalendertag anzeigt. Damit erfährt er Aufmerksamkeit, zugleich wird aber auch die Inhaltliche Verbindung zum historischen Advendtskalender hergestellt.
Im Übrigen bestand ein ursprünglicher Advendtskalender aus einem Set von 24 Bildern, von denen jeden Tag ein neues an die Wand gehangen wurde.
Technik:
-portabler DVD-Player
-Türspion
-smd LED’s
-diverse Steuerungstechnik
mitdenken [1] — einsortiert am 24.11.06 von montsey
Recherche minimal medialer Projekte
Rafael Lozano-Hemmer, 2005/2006
“HOMOGRAPHIES is an interactive installation featuring 144 robotic fluorescent light fixtures controlled by 7 computerized surveillance systems. As people walk under the piece, the light tubes rotate to create labyrinthine patterns of light that are “paths” or “corridors” between them. In Homographies the “vanishing point” is not architectural, but rather connective, i.e. it is determined by who is there at any given time and varies accordingly. This gives a reconfigurable light-space that is based on flow, on motion, on lines of sight, —an intended contrast to the modernist grid that currently organizes the court.”
“ENTANGLEMENT consists of two identical neon signs each measuring 150×35 cm. The signs show the word “Entanglement” a term used in quantum physics to describe the strange property exhibited by two particles that behave as one. The two signs are placed in two separate rooms, even in two different cities. Under each sign there is a normal light switch that turns it on and off. However, the light switches are also linked through two computers connected to the Internet. In this way the neon signs automatically write email to each other so that they are both either ON or OFF and never independent. This means that for example, the neon will turn ON at a strange time, as someone on the other side of the world just switched his or her copy of the entangled pair ON.”
24!, 2003
“24! ist eine gesamtheitliche (räumlich-akustische-visuelle) Komposition. Die Installation versteht sich als “Minimal Media Art”. Der Sockel, als Zitat einer klassischen Präsentationsform im Kunstkontext wird als räumliches Element isoliert und seriell gruppiert. Auf die Oberfläche jedes dieser 24 Podeste trifft jeweils eine Projektion. Lichtbilder treten an die Stelle, die üblicherweise als Basis für Kleinplastiken oder dergleichen dient. Immaterialität tritt an die Stelle von Materialität.”
Video [mpeg-4; 8,1 MB]
Website
Modern Minimal Disco 4, 1996
“Bei ›modern minimal disco 4‹ muß sich der Besucher auf einen zentral in der Ausstellung plazierten Stahlsockel stellen, um sich den Kopfhörer aufsetzen zu können. Als exponierter Betrachter der Ausstellung inmitten der Ausstellung taucht er akustisch in einen paradoxen Erfahrungsraum – einem kontinuierlich und endlos sich beschleunigenden Raum. Hierbei werden die subfrequenten, nur als Druckwellen spürbaren Anteile des accellerierenden Pulses über einen Spezial-Kopfhörer und den Sockel nun direkt als Vibration auf den Rezipienten übertragen. Dieser – nun separiert – wird zu einem Teil der Arbeit und als solcher in seiner Observation selbst ausgestellt.”
mitdenken — einsortiert am 22.11.06 von m
Jaques Tati; Play Time
Über auditive Wahrnehmung
“Die Lautsphärenforschung klassifiziert als Bestandteile einer Lautsphäre grundsätzlich drei unterschiedliche Arten von Geräuschen: Grundtöne, Signallaute und Orientierungslaute. Grundtöne sind Geräusche, die von der Landschaft, der Tierwelt, der Umwelt (Verkehr..) und dem Wetter bestimmt werden und daher rasch zu Hörgewohnheiten werden. Signallaute sind klar konturierte Geräusche, mit deren Hilfe Botschaften übermittelt werden können (zum Beispiel Jagdhornklänge, Glockenläuten, Sirenen). Orientierungslaute schließlich sind charakteristische Geräusche, die zwar keine spezielle Botschaft übermitteln, aber Eigenschaften besitzen, die sie für einen Menschen identifizierbar und beachtenswert machen: zum Beispiel das anschwellende Geräusch eines LKW oder das Geklimper eines Klaviers.”
Die Gestaltung akustischer Umwelten im Film
“Sounddesign” ist ein hervorragender Artikel von Barbara Flückiger, der u.a. die Tendenz der Subjektivierung von Ton im Spielfilm thematisiert. Diese Methode des Sounddesign erweitert die Möglichkeiten der Wahrnehmung von Räumen und Situationen im Film beim Rezipienten.
“Die Verknüpfung von einzelnen Orientierungslauten zu Atmosphären entspricht einem natürlichen Mechanismus der Wissensrepräsentation im Gehirn des Menschen. Verschiedene neuropsychologische Ansätze, die sich mit der Informationsverarbeitung und der Wissensrepräsentation auseinander setzen, gehen davon aus, dass die Integration einzelner Sachverhalte in Verbünde zu den Grundmechanismen kognitiver Tätigkeit gehört. Solche Verbünde haben im Gedächtnis und in der Aktualisierung von Erinnerungen die Funktion, komplexe Wissensbestände zu vereinfachen, indem sie unter einem übergeordneten Aspekt zusammengefasst werden, während jene Aspekte, die zu ihrer jeweils aktuellen Repräsentation gehören, erst in einem späteren Stadium Beachtung finden.”
“Wenn Bild und Ton nicht zur Deckung zu bringen sind, wird ein feststehendes Wahrnehmungssystem in Frage gestellt. Die logisch-kausale Beziehung zwischen den optischen und den akustischen Erscheinungen in der Welt ist fester Bestandteil der menschlichen Alltagswahrnehmung.”
In “Play Time” von Jaques Tati erfährt die auditive Inszenierung im Film einen Höhepunkt. Töne und Geräusche werden gewollt herausgefiltert und an anderer Stelle treten sie für den Zuschauer überdeutlich hervor. Dadurch wird der Fokus/ die Aufmerksamkeit auf bestimmte Details gelegt, die die Handlung präzise zeichnen. Z.B. Absatzgeräusche auf Steinboden, Auf- und Zuziehen eines Reissverschlusses, Herausziehen von Papier aus einer Aktenmappe… etc.pp. Durch die Konzentration auf einzelne Geräusche verschiebt sich die Atmosphäre zu unserer alltäglichen Wahrnehmung, sie wird konkreter, künstlicher, schärfer, bis hin zur Sterilität.
[Originaltrailer von “Play Time”]
[Quelle: Wikipedia]
mitdenken — einsortiert am 20.11.06 von m
eine Exkursion

Symbolbild
“Hier unten sieht man ja gar nichts, lass uns das mal von oben anschauen!” Zitat m
In 40 Sekunden 203,78 m über der Erde. Klare Sicht und Berlin als Legoland.
mitdenken — einsortiert am 20.11.06 von montsey
Brunnen der Völkerfreundschaft [Recherche #1]
Berlin, Alexanderplatz
Der Brunnen der Völkerfreundschaft befindet sich auf dem Alexanderplatz in Berlin. Während sich der Brunnen in den letzten Jahrzehnten im Wesentlichen nicht veränderte, wandelte sich der Platz welcher ihn umgibt seit 1989 sehr. Früher umgeben vom Haus des Reisens, dem Haus der Wirtschaft, dem Haus des Lehrers, dem Forum-Hotel und anderen Phänomenen, wird der Platz heute hauptsächlich von Erscheinungen des Konsums, der Ökonomie determiniert. Die Wege, die die Besucher des Platzes zeichnen, haben sich verändert, die Atmosphäre hat sich verändert.
Berlin, Brunnen der Völkerfreundschaft
“Der Brunnen der Völkerfreundschaft wurde 1970 im Zuge der Neugestaltung des Alexanderplatzes aufgestellt und am 7. Oktober eingeweiht. Er wurde von einer Künstlergruppe rund um Walter Womacka geschaffen. Seine Schale hat einen Durchmesser von 23 Metern, er ist 6,20 Meter hoch und besteht aus getriebenem Kupfer, Glas, Keramik und Emaille. Das Wasser tritt an der höchsten Stelle aus und fließt dann spiralförmig über 17 Schalen abwärts, die einen Durchmesser zwischen einem und vier Metern haben.
Der wegen seiner sehr farbenfrohen Emaillierungen im Volksmund Nuttenbrosche genannte Brunnen steht unter Denkmalschutz. 2002 wurde er von Grund auf saniert.”
Walter Womacka entwarf z.B. den Frieß am Haus des Lehrers, Fenstermosaiken im ehemaligen Gebäude des Staatsrates der DDR, sowie das Bild “Wenn Kommunisten träumen” im Palast der Republik in Berlin. Zwanzig Jahre lang war er Leiter der Kunsthochschule Weissensee, und lebt derzeit in Berlin.
(Herr Womacka steht nicht im Telefonbuch, Recherche läuft noch.)
Moskau, fontan drushbi narodov
Der Brunnen der Völkerfreundschaft auch “fontan drushbi narodov” genannt, in Moskau. Im juni 2004 wurde der Brunnen 50 Jahre alt. Der Betrieb ist derzeit eingestellt, da der Brunnen technisch in einem desolaten Zustand ist und das Geld für den Umbau fehlt (ca. 13 Mio Dollar). Der Bunnen verschüttet 1000 Liter Wasser pro Sekunde bis zu einer Wasserhöhe von 22 Metern, es gibt 16 verschiedenen Wasserfiguren. [Der Brunnen bezieht sich ursprünglich auf die Nationen innerhalb der CCCP.] Heutzutage bezeichnen viele Moskauer den Brunnen als Ort, wo man sich noch am ehsten in den Sozialismus (alte Zeiten) zurückversetzt fühlt.
[Quellen: Rossijskaya Gasetta, 21. Juni 2004; Wikipedia]
Bücher:
Walter Womacka, “Farbe bekennen – Erinnerungen eines Malers”, Berlin, 2004
mitdenken — einsortiert am 19.11.06 von m
Fernsehturm #3[Einfall]
Den Fernsehturm möglicherweise als Mittel, nicht nur zur räumlichen, auch zur zeitlichen Orientierung denken… als Sonnenuhr.
Die erste Sonnenuhr

Das Horologium Augusti
Herodot berichtet (2,109): ”... den Stundenzeiger, die Sonnenuhr und die Einteilung des Tages in zwölf Stunden haben die Griechen von den Babyloniern.”
Das Horologium Augusti war eine überdimensionale Sonnenuhr. Ihren Gnomon bildete ein fast 22 Meter hoher Obelisk aus der Regierungszeit Pharaos Psammetich II., den Augustus aus Heliopolis in Ägypten heranschaffen ließ und der heute vor dem Palazzo Montecitorio steht.

Die Sonnenuhr geht auf die griechische Antike um etwa 500 v. Chr. zurück, bzw. davor vermutlich auf die Babylonier. Im einfachsten Fall ist sie ein Gnomon (senkrechter Schattenstab) mit einigen Zeitmarken, vor allem mit der Mittagslinie, dem Meridian. Eine riesige Anlage dieser Form mit einem ägyptischen Obelisken als Gnomon ließ der römische Kaiser Augustus auf dem Marsfeld in Rom errichten.
mitdenken — einsortiert am 16.11.06 von m




